September 2012: Kendo-Workshop an der RUB

Am 20.09.2012 führten Sigrun, Dietmar und Max an der Ruhr-Universität Bochum, kurz RUB, einen kurzen Kendo-Workshop für angehende Studierende durch.

Hintergrund war die alljährlich stattfindende SummerUniversity, eine zweiwöchige Einführungsveranstaltung für die künftigen Studenten. Das Institut für Japanologie hat über Max angefragt, ob es möglich sei, einen 2stündigen Kurz-Workshop quasi als Einblick in eine typisch japanische Sportart durchzuführen. Da wir als Verein schon mehrere Veranstaltungen in Bochum hatten, sagten wir zu und schafften es sogar, dass Sigrun, Dietmar und Max sich die Zeit freischaufeln konnten und auch noch genügend Shinais aufzutreiben.

So versammelten sich am Donnerstag um 14:00 Uhr 23 Studenten in Sportkleidung und lauschten einer kurzen Einführung bevor Sigrun erst mal blank zog und anhand des Iaitos und den ersten Iaido-Kata den Weg vom Schwert zum Shinai verdeutlichte. Dann führten Sigrun und Dietmar die Nihon-Kendo-Kata (alle 10 Formen) vor. Anschließend übernahm Dietmar und nach der Shinai-Ausgabe begann der praktische Teil: Fußarbeit, Schlagübungen mit dem Shinai, Partner-Übungen… über 45 min wurde sich zur grundlegenden Shomen-Technik vorgearbeitet. Die Teilnehmer hielten sich wacker und schlugen sich gar nicht mal so schlecht dafür, dass sie das erste Mal ein Shinai in der Hand hielten. Außer einem natürlich: ein zukünftiger RUBler war ein altes bekanntes Gesicht aus RE und kam mit der kompletten Rüstung.

Am Ende schlüpften Sigrun, Max und unser direkt „zwangs-„verpflichteter Recklinghäuser in die komplette Rüstung und die gesamte Truppe konnte noch eine Runde Men direkt am Objekt schlagen, was offensichtlich sehr gut ankahm. Anschließend wurde noch einmal kurz Ji-Geiko demonstriert, damit sich die Teilnehmer noch einmal ein abschließendes Bild machen konnten.

Zum Schluß erfolgte noch eine kurze Erläuterung durch Max zum Thema Kendo in Deutschland und in der Nähe von Bochum mit Verweis auf die Homepages von Dortmund und Witten. Wer weiß, vielleicht taucht ja einer mal bei uns auf…

Zu erwähnen wäre noch ein Film-Team der RUB, welches (manchmal vielleicht etwas zu nah…) bei den Veranstaltung dabei war und für einen Bericht filmte. Das ganze fand für das RUB-Projekt inStudies statt, welches auch die SummerUniversity ausrichtete. Igendwann soll der Film unter http://www.ruhr-uni-bochum.de/instudies/ zu sehen sein.

Auf jeden Fall saen wir danke an Sigrun und Diermar, dass sie sich als Lehrer zur Verfügung gestellt habe! Zum Abschluß gibt’s noch ein paar Bilder. Viel Spaß damit!

Bild 1: Halle, Sigrun und Filmteam + Bild 2: Teilnehmer

Bild 3 und 4: Kata-Demonstration

Bild 5-7: Übungen

Bild 8: Teilnehmer

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Mai 2012: Sakura-Cup 2012 in Recklinghausen

Am 06.05.2012 fand in Recklinghausen zum zweiten Mal der Sakura-Cup statt. Wie im letzten Jahr handelte es sich um ein Benefiz-Turnier, dieses Jahr zugunsten der Spendenaktion des NWKV und der Aktion Lichtblicke e.V.

Also hiess es am Sonntag morgen antreten zum Kyu- und Dan-Turnier. Für Witten waren Tomas Stanke, Alexander Bucholz und Max Rieger dabei, die beiden ersteren starteten im Kyu, der letztere im Dan-Turnier. Zudem hiess es für Max noch von Anfang an als Kampfrichter auf der Fläche zu stehen. Insgesamt traten 67 Teilnehmer an, davon 16 Dan-Träger. Das Kyu-Turnier startete in 3er-Pools, die Dane in 4er-Pools. Die jeweils zwei Besten kamen aus dem Pool heraus in die nächste Runde.

Alexander und Tomas schlugen sich richtig gut end kamen beide aus ihren Pools raus. Tomas schlug sich dann noch bis ins Viertelfinale und Alex… der kam bis ins Finale und musste sich nur Lennart Gorholt aus Lemgo / Bielefeld geschlagen geben. Gratuliere!

Max hatte im Pool direkt mit drei Jüngeren (Timm aus RE, Sascha aus LEV und Florian aus K) zu tun und sich dann nach drei verlorenen Kämpfen wieder auf die Kampfrichter-Rolle konzentriert.

Alles in allem ein lustiger Tag und erfolgreich für den guten Zweck war es wohl auch. Auf ein Neues im nächsten Jahr!

Zwei Bilder: Bild 1: alle Sieger… Bild 2: alle Wittener (Alex, Max und Tomas)

2012: Trainining im Mumeishi Kendo Club London

Hinweis: die Bilder wurden vom Webmaster der besseren Lesbarkeit an das Ende des Berichts gestellt.

Training im Mumeishi Kendo Club London

(Bericht aus den Osterferien)

Der älteste Kendoverein Londons heißt Mumeishi. Er feierte im Jahre 2008 seinen 40. Geburtstag. Der Sensei dort ist Terry Hold 7. Dan Kendo „Coach of the British Kendo Association and a member of the National Association of  Sport“.

Hier der Link zum Verein: http://www.mumeishi.co.uk/kendo/

Da ich eine Urlaubswoche mit meiner Tochter in London verbrachte, hatte ich kurz zuvor Kontakt mit Sensei Hold aufgenommen und durfte mich über ein Willkommen beim Training freuen.

Nach einem sehr harten „Sightseeing-Tag“ (der 2.) kreuz und quer durch London und dicken Beinen, kam ich nach meiner Anmeldung „aus der Nummer nicht mehr heraus“.

Wir nahmen am Abend eine Stunde Fahrt in Kauf und trafen aus dem Londoner Süden gegen 20.00 Uhr im Mumeishi Club (Nordlondon, Cranfort-Middlesex) ein.

Im Dojo waren schon alle umgezogen, aber mich begrüßte sofort ein ca. 60 jähriger Kendoka, der mir sagte, dass Terry Hold erkrankt ist und ich bestimmt „Tomas from Germany“ sei. Es war Sensei Salmon 7. Dan Kyoshi in Vertretung für Terry Hold.

Mich begleite ein junger Kendoka zur Kabine………

Im Dojo angekommen nahm man mich sofort in den Kreis auf und wir begannen mit dem „warm up“ so wie wir es auch kennen. Dies wurde von Sensei (Trainerin) Emiko Yoshikawa 6.Dan durchgeführt.

Nach den Haya Suburis stand ein kurzes Kirikaeshi an.

Im Anschluss wurde dann das Techniktraining begonnen. Sensei Salmon erklärte sehr präzise worauf es ihm ankam und machte jede Technik sehr genau vor.

Er begann mit einigen Angriffstechniken und ging dann zu den Kontertechniken über. Nach jeder Technik wurde wie gewohnt der Partner gewechselt und zwischendurch gab es Erklärungen und Feinheiten vom Sensei.

Bis dahin ging es mir und meinen Beinen noch einigermaßen…;)

Ca. 40 Min. vor Trainingsende stand das JiGeiko auf dem Programm. Als Gast „durfte“ ich mit jedem Anwesenden das Ji-Geiko trainieren. Ich musste bei fünf Kyu Graden (3.3.2.1.1.) einem 3. Dan, einem 6. Dan und am Ende beim Sensei 7. Dan antreten.

Und ich muss sagen…“die englischen Kendoka stecken nicht zurück“ 😉 Aber glaubt mir, ich normalerweise auch nicht und ich hoffe, dass ich unseren Verein mit ein paar Treffern einigermaßen vertreten habe.:) Trotz „burning legs“!

Nach dem Training haben die Mumeishika´s mich und meine Tochter in ein nahe gelegenes Pub eingeladen. Wir hatten einen sehr netten Abend. Alle waren super freundlich und wir haben natürlich über Kendo gesprochen. Die Meinung dort ist, dass Kendo in Deutschland sehr hart ist und die Prüfungen schwer sind. Vielleicht ist hart nicht das richtige Wort, aber es ging so in Richtung „strong…,straight“.

Ich habe mich gefreut, dass eine Japanerin Sigrun von einem Lehrgang in Deutschland kannte und sie das „Witten“ auf meinem Tare sofort erkannte. Sie übersendet herzliche Grüße!!

Mit nicht mehr zu spürenden Füßen fuhren meine Tochter und ich gegen 23.30 Uhr zurück in den Süden Londons,…….denn am nächsten Tag stand ja wieder Sightseeing auf dem Programm.:))

Nach einem langen, ausgefüllten Tag haben wir gut geschlafen. Dank meiner Tochter Antonia (15) habe ich viele schöne Erinnerungsfotos von diesem Training und ich möchte mich auch bei ihr fürs Durchhalten an diesem Tag herzlich bedanken.

Den Verein, die Mitglieder und das Training kann ich bei Londonbesuchen sehr empfehlen!

„Liebe Mumeishi Kendokas: Herzlichen Dank!“

Beste Grüße

Tomás Stanke

Anbei die Bilder (Mauszeiger auf Bild = Bild-Überschrift)

Januar und Februar 2012: Dan-Prüfung in Brüssel

Im Februar stand für Sigrun und Max eine Fortbildungs-Reise auf dem Programm. Es ging nach Brüssel, um an einem Lehrgang für Kampfrichter für Europa-/ Weltmeisterschaften teilzunehmen und zur Dan-Prüfung anzutreten. Und so ging es am Samstag, 04.02.2012 auf die Piste nach Belgien. Für Sigrun stand die Prüfung zum 6. Dan an und so musste sie halt die Reise ins Nachbarland auf sich nehmen (Prüfungen zum 6. und 7. Dan werden in Deutschland nicht angeboten sondern nur bei Veranstaltungen der Euopean Kendo Federation). Max fuhr mit, obwohl er eine Prüfung zum 3. Dan auch in Deutschland machen könnte, da die Gelegenheit sehr günstig war.

Nach Ankunft in Brüssel und Zimmerübernahme in der Jugendherberge der Sportschule ging es auch gleich in einer der großen (aber auch kalten) Hallen mit dem Lehrgang los. Sigrun und Max nahmen als Kämpfer daran teil, damit die künftigen Europa-Kampfrichter auch was zum Schiedsrichten hatten. Der Lehrgang wurde von einer hochrangigen Delegation von japanischen Lehrern geleitet und fand auf Englisch statt. Neben den Shiais gab es auch Samstag und Sonntag Gelegenheit zum Ji-Geiko, was in Anbetracht der sehr guten Anwesenden als auch in Bezug auf die Teilnehmerzahl (ca. 150 Leute aus ganz Europa) eine sportliche und logistische (Platzangebot!) Herausforderung war.

Am Sonntag Nachmittag fanden dann die Prüfungen statt. Die Brüsseler Prüfungen sind immer ein großes Event, da die Prüflinge aus ganz Europa kommen und so auch hier die Teilnehmerzahl beachtlich war. Allein zum 6. Dan traten über 45 Prüflinge an, darunter auch Sigrun. Bei den unteren Dan-Klassen waren es etwas weniger, zum 3. traten 12 Kendoka inkl. Max an. Die Prüfungen bestanden aus zwei Teilen: Keiko und Kata. Max hat nach einem guten Keiko und einer Kata mit einem kleinen Holperer den 3. Dan bestanden. Bei Sigrun ging es leider nicht ganz so erfolgreich zu, sie wird die Prüfung irgendwann wiederholen müssen. Aber in Anbetracht dessen, das von den über 45 angetretenen Kendoka nur sechs den 6. Dan schafften muss sie sich nicht allzu stark ärgern. Insgesamt war es eine gute und lehrreiche Reise nach Belgien, und wir sind Sonntag Abend wohlbehalten wieder in Witten angekommen.

 

Berichte zum Bundestrainerbesuch

Während des ersten Wittener Trainings am 09.01.2012 war ein Mitarbeiter der WAZ anwesend und hatte ein paar Bilder geschossen. Auf der WAZ-Homepage wurde dann der unten folgende Artikel veröffentlicht. Zudem fand sich die danach folgende Presse-Mitteilung der Bochumer Polizei im Netz. Viel Spaß mit den Berichten!

Bericht WAZ:

Kendo-Bundestrainer besucht Witten 
15.01.2012 | 17:36 Uhr


Die Wittener Kendoka trainieren in der Sporthalle der Pferdebach-Schule. Derzeit haben sie Besuch von Bundestrainer Kenji Baba. Foto: Tanja Schneider \ WAZ FotoPool

Witten. Während Judo heute fast jedem Deutschen ein Begriff ist, ist der japanische Kampfsport „Kendo“ bislang noch eine Randdisziplin. Um den Kampfsport mit dem Bambusschwert stärker zu fördern, entsendet der japanische Dachverband jährlich einen hochgraduierten Profi nach Deutschland. Kenji Baba (48), der diesjährige Kendo-Bundestrainer macht derzeit auf seiner dreimonatigen Besuchsreise Station in Witten.

Anders als in Deutschland besitzt der traditionelle Kampfsport in Japan einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. „Kendo- oder wahlweise auch Judo-Training sind dort beispielsweise wichtige Bestandteile der Ausbildung von Polizisten“, erzählt Kenji Baba. Hauptberuflich ist der 48-Jährige einer der ranghöchsten Kendo-Ausbilder seiner Präfektur. In Okayama, etwa 700 km südwestlich von Tokio, unterrichtet er die Trainingsleiter der Polizeigruppen.

44180448-198x148 Der Kampfsport mit dem sehr sportlichen und wettkampforientierten Charakter, soll die Ordnungshüter in gleich mehrerer Hinsicht fit halten. „Wenn man Verbrecher jagt, muss man dieser Aufgabe nicht nur physisch, sondern auch psychisch gewachsen sein“, erklärt Baba, der selbst den Rang des 7. Dan inne hat. Zusätzlich zu den speziellen Festnahme-Techniken der Polizisten soll mit dem Üben der Kampfsportdisziplinen insbesondere die Konzentration und mentale Stärke geschult werden.

Bei seinem dreimonatigen Aufenthalt in Deutschland jedoch hat es der Polizist jetzt ausschließlich mit Hobbysportlern zu tun. Selbst die deutsche Kendo-Nationalmannschaft, deren Herren- und Damenteams bei den Weltmeisterschaften der letzten Jahre mehrere Erfolge erzielen konnten, besteht nicht aus Profi-Sportlern. Als Bundestrainer wird es Kenji Babas Aufgabe sein, das Training der Nationalmannschaft und verschiedene Wettkämpfe zu beobachten und mit neuen Anregungen zu verbessern.

Zuvor aber befindet sich Baba-sensei (dt. Lehrer), wie er in Kendo-Kreisen ehrfürchtig genannt wird, auf einer mehrwöchigen Reise durch die ganze Bundesrepublik, um einzelne Landesverbände und Vereine zu besuchen. Diese Basis-Arbeit nimmt der Trainer sehr ernst. Trotzdem bleibt der 48-Jährige am liebsten bescheiden. „Ich möchte gemeinsam mit den Übenden etwas erarbeiten“, erzählt er. „Auch wenn man als Lehrer herkommt, ist und bleibt man beim Kampfsport immer auch selbst Übender.“

Obwohl er täglich neue Sporthallen-Visiten auf dem Reiseplan stehen hat, genießt Kenji Baba auch die vielen neuen Eindrücke, die er bei seinem ersten Deutschlandaufenthalt sammelt. Noch eine Woche lang ist er in Witten bei Dr. Sigrun Caspary, Japanologin und Trainerin der hiesigen Kendo-Gruppe, zu Gast und nutzt die freie Zeit, um gemeinsam mit den deutschen Sportlern das kulturelle Leben zu erkunden und deutsches Bier zu trinken.

„Ich freue mich sehr, dass ich – egal wo ich hinkomme – überall sehr warmherzig empfangen werde“, so Kenji Baba. Trotz Sprachbarrieren und Kulturunterschieden fühle er sich mittlerweile fast heimisch. „Wir trainieren doch alle das gleiche Kendo. – Für Sportler gibt es keine Grenzen.“

Anna Ernst

Presse-Meldung Polizei Bochum:

19.01.2012 | 15:10 Uhr
POL-BO: Kendo-Bundestrainer besucht die Wittener Polizei

Kendo-Bundestrainer besucht die Wittener Polizei

2012wittenpolizeiWitten (ots) – Der Polizeibeamte Kenji Baba (48) aus Okayama in Japan war am heutigen 19. Januar zu Besuch bei der Polizeiinspektion Witten. Gemeinsam mit dem Leiter der Inspektion, Frank Nows, und dem Wachleiter, Theo Walter, erfolgte ein reger Informationsaustausch über die Polizeiarbeit in Japan und Deutschland. Kenji Baba ist der ranghöchste Kendo-Ausbilder seiner Präfektur. Dort bildet er Kendo-Trainer für die Polizei aus. Kendo ist die moderne Art des japanischen Schwertkampfes. Neben den Techniken und Taktiken erfolgt auch eine geistige Ausbildung der Sportler. Dabei werden besonders die Charakterfestigkeit, Entschlossenheit und moralische Stärke geschult. Zurzeit ist der 48-Jährige für drei Monate in Deutschland. Hier wird er als Bundestrainer die deutsche Kendo-Nationalmannschaft betreuen und auf zukünftige Wettkämpfe vorbereiten. Kenji Baba wird begleitet von Dr. Sigrun Caspary, Japanologin und Trainerin der Kendo-Gruppe in Witten. 

Volker Schütte
Polizeipräsidium Bochum
Uhlandstr. 35
44791 Bochum
Tel.: +49 234 909 – 1023
Fax: -1028
volker.schuette@polizei.nrw.de

Der Bericht ist zu finden unter:
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11530/2184135/pol-bo-kendo-bundestrainer-besucht-die-wittener-polizei

Januar 2012: Bundestrainer in Witten und NRW

 Im Januar konnten wir in NRW im Allgemeinen und in Witten im Besonderen den Bundestrainer 2012, Kenji Baba, begrüßen. Baba-Sensei reiste Ende 2011 quasi direkt zum Kangeiko 2011 an und logierte dann die ersten drei Januar-Wochen 2012 in Nordrhein-Westfalen, genauer gesagt bei Sigrun in Witten. Diese nahm sich viel Zeit für den Bundestrainer (Hin- und Herfahren, Besichtigungs-Termine, u.a. bei der Polizei in Witten, und natürlich Übersetzen) und hiermit sagen wir noch einmal „Danke“ für die viele Mühe!

2012_01_09_bt-training_do_02Baba-Sensei, 7. Dan Kendo Kyoshi von der Okayama Polizei (siehe Bild 1), leitete dann in verschiedenen Dojos das Vereinstraining unter der Woche und am Wochenende (u.a. Dortmund, Köln, Mönchengladbach, Recklinghausen, Witten und Wuppertal) und führte insgesamt zwei Lehrgänge an Wochenenden durch. Der erste Lehrgang fand am 07.01.2012 in Eschweiler, der zweite Lehrgang dann am Wochenende 14./15.01.2012 in Wuppertal statt.

Das erste Mal, wo ich Baba-Sensei vor dem Shinai hatte war dann auch beim Training am 09.01. in Dortmund. Dort konnte ich dann schon seine Vorgehensweise beim Training kennenlernen, die sich eigentlich bei jedem Training, und auch beim Lehrgang in Wuppertal, fortsetzte. Zunächst gab es Grundschläge (Men, Kote, Kote-Men, Kote-Do), in groß und klein, die er dann zu Uchikomi zusammensetzte. Anschließend kamen später noch Hiki-Techniken dazu, welche auch in das Uchikomi integriert wurden (Hiki-Men, Hiki-Do und Hiki-Kote). Das ergab dann so spannende Sachen wie Men-Taiatari-Hiki-Men-Kote-Do als Abschluß.

 

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Bild 2: Training in Dortmund am 09.01.2012

Anschließend ließ der Sensei in der Regel Mawari-Geiko durchführen, gefolgt von Ji-Geiko, zu dem er dann auch das Men aufsetzte. Nachdem man sich dann die Schlange, die sich zwangsläufig bei ihm bildete, entlang gearbeitet hatte, folgte ein sehr schönes Keiko, bei dem er in der Regel sehr genau auf den jeweiligen Stand des „Opfers“ einging. Ich zumindest hatte nicht das Gefühl, dass er einen nur schlagen liess.

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Bilder 3 – 6: Bilder vom Training in Witten am 12.01.2012

Beim Lehrgang in Wuppertal, den ich leider nur am Sonntag besuchen konnte, kam dann noch eine gute Stunde Kata dazu, in der wir alle Langschwert-Formen vertiefen konnten.

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Bild 7: Teilnehmer beim Lehrgnag in Wuppertal am 15.01.2012

 

Der einzige Wehrmutstropfen, welcher meiner Meinung insgesamt zu vermerken war, ist die doch recht geringe Teilnahmebereitschaft bei den Trainings allgemein gewesen. Zumindest bei den Gelegenheiten, wob ich dabei sein konnte, herrschte nicht der Andrang, den ich von früheren Bundestrainer-Besuchen her kannte. Dies gilt für die Gelegenheiten unter der Woche (okok, wir müssen alle arbeiten) wie auch für den Lehrgang in Wuppertal. Angeblich waren am Samstag nur 8 (!) Teilnehmer zu verzeichnen (wobei ich mich für den Tag bei den Abwesenden ja auch einreihen muss) Am Sonntag waren dann immerhin so geschätzt 15 Kendoka anwesend. Das ist schade, da sich zum einen ja doch recht selten eine Gelegenheit ergibt, mit einem Bundestrainer und damit mit einem sehr guten Sensei zu trainieren und zum anderen auch mal wieder die Kendoka der anderen Dojos vor dem Shinai zu haben. Nun ja, so hatten die einzelnen anwesenden Kendoka immerhin mehr vom Sensei.

Nachfolgend noch ein paar Bilder vom Training in Witten. Zu sehen ist vor allem Ji-Geiko, Yolanda gegen Baba-Sensei. Weiterhin findet sich hier ein WAZ-Bericht zum Training in Witten am 09.01.2012.

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Bild 8 – 12: Bilder vom Training in Witten am 19.01.2012

Insgesamt hat es sehr viel Spaß gemacht und wir danken dem Bundestrainer und allen teilnehmenden Kendoka!

Viele Grüße und Spaß mit den Bildern,

Max