Bericht in der Vereinszeitung zur NRW-MM in Witten


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Bericht zum Kendo-Lehrgang 2008 in Koblenz

Kendo Lehrgang mit Bernd Schwab in Koblenz 
  
In diesem Jahr fand zum dritten Mal ein Anfängerlehrgang in Koblenz statt. Dieser wurde von Bernd Schwab 2. Dan Kendo geleitet.

Am Samstag früh machten wir uns, diesmal mit Dortmunder Unterstützung, auf den Weg nach Koblenz. Da am Nachmittag Prüfungen stattfinden sollten, lag der Schwerpunkt des Lehrgangs auf der Vorbereitung der Prüflinge.

Nachdem gemeinsamen Aufwärmen und intensiver Fußarbeit wurden wir in Rüstungsträger und Nicht-Rüstungsträger aufgeteilt und in den jeweiligen Gruppen auf die Prüfung vorbereitet. Dabei wurden besonders die Grundschlagtechniken trainiert, wobei die Lehrgangsleiter besonders auf den richtigen Abstand der Trainingspartner vor dem Schlag achteten.

Nach einer kurzen Mittagspause wurde das Training der Grundtechniken fortgesetzt und zum Abschluss wurde uns die Möglichkeit gegeben, das gelernte im Ji-Geiko (freies Training) zu trainieren und anzuwenden.

Auch dieses Jahr hat der Lehrgang viel Spaß gemacht und wir hoffen, dass wir  einiges von dem Lehrgang mit nach Hause nehmen konnten.

Kathrin & Frank

Hier einige Fotos:

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Bericht in der Vereinszeitung zur Deutschen Meisterschaft im Kendo in Witten

Bericht zur Kendo-DEM am 19.04.2008 in Witten

Die DEM hat nicht nur in der vorherigen Ausgabe ihre Schatten voraus geworfen. Es war doch Etliches zu tun, angefangen von Besorgen einer Hallenzusage, der Auswahl der Rednerliste, der Korrespondenz mit den Ehrengästen, der Presse, Landes- und Bundesvorstand, Erste Hilfe, usw. bis zum Abkleben der Kampfflächen, Beschilderung der Zufahrtsstraßen und Beschaffung der Tischdekoration. Aber da wir ja mit etwa einhundert TeilnehmerInnen nur eine kleine Meisterschaft auszutragen haben, ist der Aufwand gering im Vergleich zu dem bei Deutschen Meisterschaften anderer Disziplinen. Dennoch war es ein aufregendes Erlebnis, das uns schon einigen Einsatz abgefordert hat. Über die Veranstaltung selbst hat die WAZ hat berichtet, die Ergebnisse stehen im Internet.

Doch an dieser Stelle darf ich mich bei allen Helferinnen und Helfern noch einmal ganz herzlich bedanken, die zum guten Gelingen beigetragen haben, aus dem eigenen Verein, aus den umliegenden Vereinen, natürlich auch beim Vorstand für die gewährte Unterstützung, allen voran bei Klaus Zybon für sein Grußwort, das sich mit dem des Bürgermeisters, Herrn Dietrich, und seiner Exzellenz, dem japanischen Generalkonsul von Düsseldorf, Herrn Maruo, hervorragend ergänzte. Nach diesem gelungenen Auftakt setzte bei mir allerdings eine kurze Entspannungsphase ein, die mich erst nach der Vorrunde wieder verließ. So ist mein eigenes Wettkampfergebnis nicht so gut ausgefallen, wie es vielleicht unter anderen Umständen bei denselben Gegnerinnen hätte sein können. Doch es ist müßig, darüber nachzudenken, denn die vielen positiven Stimmen der TeilnehmerInnen und Verantwortlichen zeigen, dass es mir zwar knapp nicht gelungen ist, einen Platz auf dem Treppchen zu erkämpfen, doch dafür ist uns allen gemeinsam gelungen, die Gäste aus ganz Deutschland davon zu überzeugen, dass Witten eine Stadt des Sports ist. Das höchste Lob ist, dass man bereits an mich herangetreten ist, ob wir denn nicht im nächsten Jahr wieder die DEM hier in Witten….. Wenn Ihr alle wieder so tatkräftig helft, sollte ein Da Capo möglich sein!

Sigrun Caspary

Hier noch einige Bilder (Fotograf: unbekannt):

   

 

Artikel in „derwesten.de“ zur Deutschen Meisterschaft im Kendo in Witten

Kendo-DM in Witten
Fernöstliches Flair 
Witten, 21.04.2008, Redaktion

Es ist immer wieder beeindruckend, wie wandelbar die sonst schmucklose Husemannhalle ist. Am vergangenen Samstag strahlte sie echtes Samurai-Flair aus.

Die Deutschen Einzelmeisterschaft im Kendo waren zu Gast in Witten. Fernöstlicher Schwerkampf paarte sich mit Technik und Athletik. Und über allem schwebte dieser spezielle Geist, der solch „fremden” Sportarten zu eigen ist. Der erste Eindruck, den das ungeübte Auge von Kendo gewinnt, ist ein ungewöhnlicher – sagen selbst die Sportler. Die Gesichter und Körper der Kämpfer verschwinden hinter einer mehrteiligen Rüstung. In dem langen blauen Gewand mit Kopf- und Halsschutz und dem Gitter vor Augen sehen sie alle gleich aus. Ihr einziges Erkennungszeichen ist der Schrei. Wenn die beiden Duellanten ihre Laute ausstoßen, klingt es mitunter, als würden sie sich gerade mit echten Schwertern Körperteile abtrennen. Dabei hat der Schrei einen ganz praktischen Hintergrund. „Er wird von der Jugend an trainiert, um die Luft auszustoßen. Die Energie ist in diesem Moment am höchsten”, erklärt Wladislaus Demski, Ehrenpräsident des Deutschen Kendo-Bundes (DkenB). Zugleich nehme der Schrei dem Kämpfer die Angst vor einem Treffer des Gegners.

Dr. Sigrun Caspary, einzige Teilnehmerin aus Witten, schied in der zweiten Runde aus. (Foto: WAZ, Klick auf das Bild: Original-Artikel)
 

Energie und Spannung sind die wesentlichen Elemente des Kendo. Mit großer Kraft platzieren die barfüßigen Kämpfer ihre Schläge, alles unter den Augen von drei erfahrenen Kampfrichtern. Jeder Hieb wird von einem festen Aufstampfen mit dem Fuß begleitet. „Das bringt die meiste Kraft”, sagt Demski. Ist das Duell beendet, merken die Sportler häufig erst, was sie da gerade hinter sich gebracht haben. „Es kommt vor, dass man wahnsinnig erschöpft ist, obwohl man sich gar nicht so viel bewegt hat”, sagt der DKenB-Ehrenpräsident, der als Mittsiebziger immer noch selbst kämpft. Der Schwertkampf ähnelt dem europäischen Fechtsport. Gerade auf dem deutschen Spitzenniveau wie am Samstag in der Husemannhalle sind durchaus spannende Duell zu beobachten. Das robuste Bambusschwert in beiden Händen belauern sich die besten Athleten der Republik, um dann präzise Treffer zu setzen. Denn nur, wenn zwei der drei Kampfrichter die Fahne heben, zählt der Punkt. „Dabei geht es um Körperhaltung und die Schärfe des Schlages”, sagt Demski. Unter den schweren Rüstungen verbergen sich viele junge Gesichter, aber auch manches graue Haar ist zu erblicken. Viele sind schon seit Jahren mit dabei. Insgesamt macht die von der DJK TuS Ruhrtal und dem nordrhein-westfälischen Landesverband organisierten „Deutsche” den Eindruck: Die Kendo-Szene kennt sich. Rund um die Veranstaltung sind Stände mit Zubehör aufgebaut, die Sportler nehmen die Meisterschaften stets zum Anlass, sich auszutauschen. Trotz ständig wachsender Mitgliederzahlen ist die Kendo-Szene noch recht überschaubar. Dabei bietet Kendo für Wladislaus Demski gleich zweierlei Möglichkeiten zur sportlichen Befriedigung. „Es kann Kampfsport oder lebensbegleitende Übung sein.”

Weitere Fotos der WAZ sind im folgenden Link zu finden: [WAZ-LINK]

Vorab-Artikel in „derwesten.de“ zur Deutschen Meisterschaft im Kendo in Witten

Fliegende Schwerter „Shinai“-Test
WAZ Witten, 11.04.2008Husemannhalle ist Austragungsort der Deutschen Einzelmeisterschaften in der japanischen Kampfkunst. Kendo ist in Deutschland immer populärer. Nationalmannschaft zuletzt mit starken Ergebnissen

KENDO DJK TUS RUHRTALWitten.
Die altehrwürdige Husemann-Sporthalle erlebt mal wieder etwas Neues: Am Samstag, 19. April (ab 10.30 Uhr), finden die Deutschen Einzelmeisterschaften im Kendo statt.

Knapp 130 Teilnehmer aus ganz Deutschland lassen die Schwerter fliegen. Kendo (wörtlich übersetzt: Schwert-Weg) ist eine traditionelle japanische Kampfkunst, die in Europa immer mehr Anhänger findet. Sigrun Caspary von DM-Gastgeber DJK TuS Ruhrtal schätzt die Zahl der Aktiven in Deutschland auf rund 4000.

„Hier treffen sich alle möglichen Menschen, die mit dieser Sportart zu tun haben“, sagt Caspary. Viele der Sportler, Schiedsrichter und Offizielle übernachten in Witten, wo es bei der DJK TuS Ruhrtal seit zehn Jahren eine Kendo-Abteilung gibt.

Bei den fünfminütigen Kampf stehen sich zwei Athleten in einer rund acht Kilogramm schweren Rüstung und Bambusschwertern gegenüber. Gleich drei Kampfrichter überwachen die richtige Technik bei den Schlägen und verteilen die Punkte. „Es geht um mehr als um Athletik und Kraft“, sagt die ehemalige Nationalmannschaftskämpferin.

Zur Eröffnung der Deutschen Meisterschaft wird der japanische Generalkonsul Shin Maruo erwartet. Ob auch Wittener Schwertkämpfer vertreten sein werden, ist noch nicht sicher. Die Entwicklung des noch recht jungen Vereins ist stetig steigend. Im Oktober 2007 holte ein Wittener Team bei der Mannschaftsmeisterschaft in Recklinghausen Platz drei.

Für die Einzel-DM meldet jeder Landesverband im Deutschen Kendobund maximal zwölf Starter. Die Männer tragen bereits ihre 37. Einzel-DM aus. Rund 80 Starter werden in der Husemannhalle erwartet. Das Frauen-Turnier mit knapp 40 Teilnehmerinnen gibt es im 18. Jahr.

Deutschland stellt im Kendo eine Nationalmannschaft, die im internationalen Vergleich immer erfolgreicher wird. Bei den Europameisterschaften in Helsinki holten die deutschen Damen den Titel. Den Herren blieb immerhin der zweite Platz. Wiebke Röhrbein, zurzeit Trainingsgast in Witten, gewann ebenfalls Silber. Die Kämpfe beginnen am Samstag, 19. April, um 11.30 Uhr. Zuvor erfolgt die Überprüfung der fünfteiligen Rüstung und des Bambusschwerts, das auf Japanisch den Namen „Shinai“ trägt.
Auch hier einige Anmerkungen: Sigrun nimmt teil, daher ist natürlich eine Wittener Teilnehmerin dabei. Hinzu kommt zur Begrüssung noch der 1. stellvertretene Bürgermeister von Witten, welcher auch zwei Ehrenpreise stiftet.

2. Vorab-Artikel in „derwesten.de“ zur Deutschen Meisterschaft im Kendo in Witten

Respekt und laute Schreie – Japanischer Konsul eröffnet Turnier 
Witten, 18.04.2008, Von Felix Guth

Rund 120 Teilnehmer in der Husemannhalle mit dabei. Japanischer Schwertkampf immer beliebter.Verbeugung, Rüstung, Technik – Kendo bewahrt alte Traditionen

KENDO DEUTSCHE MEISTERSCHAFT IN WITTENWitten. Die Ruhrstadt hat ein Herz für Exoten. Dazu zählen auch die Kendo-Sportler, die am heutigen Samstag (ab 11 Uhr) in der Husemannhalle die Deutsche Meisterschaft im Einzel austragen.

Die Mehrzahl der Sportler ist bereits in Witten, die Kampfflächen sind aufgebaut. In der Husemannhalle sprechen heute die Schwerter. Denn im Mittelpunkt der Kendo-Meisterschaften steht das Duell mit Bambusschwert und schwerer Rüstung – ganz in der Tradition dieser jahrhundertealten japanischen Kampfsportart.

„Kendo muss man selbst sehen. Es theoretisch darzustellen, ist schwierig“, sagt Sigrun Caspary, einzige DM-Teilnehmerin von Ausrichter DJK TuS Ruhrtal. Denn was im Grundsatz klar wirkt – eins gegen eins, wer zuerst zwei Treffer hat gewinnt – ist in der Praxis häufig kompliziert. Ein Punkt hängt von vielen Faktoren ab – inklusive des lauten Schreis, der zu jedem gelungenen Schlag dazu gehört.

Auffälligster Bestandteil eines Kendo-Wettkampfs ist wohl die Rüstung („Bogu“). Sie besteht aus Kopfschutz („Men“), dem Schutz für Hände und Unterarme („Kote“), einem Rumpfschutz („Do“) und dem Lendenschutz („Tare“). Ziel ist es, mit dem Schwert („Shinai“) eine der vier festgelegten Trefferzonen (Kopf, Unterarme, Rumpf oder Kehle) zu treffen.

„Aber diese Sportart ist mehr als nur Sieg oder Niederlage“, meint Caspary. Es gehe um gegenseitigen Respekt, was sich schon in der Verbeugung vor jedem Kampf, auch im Training, zeige. „Man muss den anderen achten.“

Zudem weist sie auf ein ungewöhnliches Merkmal hin. „Die älteren Sportler sind besser.“ Was ihnen an Beweglichkeit fehle, könnten sie durch Ruhe und gute Technik wieder ausgleichen. Die japanischen Top-Kämpfer sind daher häufig 60 Jahre und älter.

In Deutschland lässt sich die Kendo-Szene mit rund 4000 Mitgliedern noch gut überblicken. Doch aus der geringen Größe machen die Aktiven dieser Budo-Sportart eine Tugend. „Wer einen Kendo-Pass hat, kann überall mittrainieren“, erklärt Caspary. So kommt es, dass derzeit Nationalmannschaftsathletin Wiebke Röhrbein, mit dem Team zuletzt Vize-Europameisterin, zurzeit beim TuS Ruhrtal ihre Fertigkeit mit dem Bambusschwert erprobt.

Sigrun Caspary, die Kendo bei einem Japan-Aufenthalt vor zehn Jahren entdeckte, berichtet jedoch von einem wachsenden Kreis an Sportlern. „Es kommen vor allem viele Jugendliche.“ Dies führt sie auf den Einfluss der Manga-Comics zurück, in denen Figuren mit Schwertkampf-Fähigkeiten auftauchen. Viele Aktive wechseln zudem aus anderen Budo-Sportarten zum Kendo. „Wir haben ehemalige Judoka oder Karateka mit dabei“, sagt Caspary. Die Ruhrtaler Kendo-Abteilung hat rund 50 Mitglieder.Die Deutsche Einzelmeisterschaft in der Husemannhalle mit rund 120 Teilnehmern wird um 11 Uhr offiziell vom japanischen Generalkonsul Shin Maduo und Wittens Oberbürgermeisterin Sonja Leidemann eröffnet. Die Wettkämpfe der Frauen beginnen um 11.30 Uhr. Die männlichen Kendo-Kämpfer tragen ab 14 Uhr ihre Meisterschaften aus. Die Siegerehrung ist für 18 Uhr geplant.