Vorab-Artikel in „derwesten.de“ zur Deutschen Meisterschaft im Kendo in Witten

Fliegende Schwerter „Shinai“-Test
WAZ Witten, 11.04.2008Husemannhalle ist Austragungsort der Deutschen Einzelmeisterschaften in der japanischen Kampfkunst. Kendo ist in Deutschland immer populärer. Nationalmannschaft zuletzt mit starken Ergebnissen

KENDO DJK TUS RUHRTALWitten.
Die altehrwürdige Husemann-Sporthalle erlebt mal wieder etwas Neues: Am Samstag, 19. April (ab 10.30 Uhr), finden die Deutschen Einzelmeisterschaften im Kendo statt.

Knapp 130 Teilnehmer aus ganz Deutschland lassen die Schwerter fliegen. Kendo (wörtlich übersetzt: Schwert-Weg) ist eine traditionelle japanische Kampfkunst, die in Europa immer mehr Anhänger findet. Sigrun Caspary von DM-Gastgeber DJK TuS Ruhrtal schätzt die Zahl der Aktiven in Deutschland auf rund 4000.

„Hier treffen sich alle möglichen Menschen, die mit dieser Sportart zu tun haben“, sagt Caspary. Viele der Sportler, Schiedsrichter und Offizielle übernachten in Witten, wo es bei der DJK TuS Ruhrtal seit zehn Jahren eine Kendo-Abteilung gibt.

Bei den fünfminütigen Kampf stehen sich zwei Athleten in einer rund acht Kilogramm schweren Rüstung und Bambusschwertern gegenüber. Gleich drei Kampfrichter überwachen die richtige Technik bei den Schlägen und verteilen die Punkte. „Es geht um mehr als um Athletik und Kraft“, sagt die ehemalige Nationalmannschaftskämpferin.

Zur Eröffnung der Deutschen Meisterschaft wird der japanische Generalkonsul Shin Maruo erwartet. Ob auch Wittener Schwertkämpfer vertreten sein werden, ist noch nicht sicher. Die Entwicklung des noch recht jungen Vereins ist stetig steigend. Im Oktober 2007 holte ein Wittener Team bei der Mannschaftsmeisterschaft in Recklinghausen Platz drei.

Für die Einzel-DM meldet jeder Landesverband im Deutschen Kendobund maximal zwölf Starter. Die Männer tragen bereits ihre 37. Einzel-DM aus. Rund 80 Starter werden in der Husemannhalle erwartet. Das Frauen-Turnier mit knapp 40 Teilnehmerinnen gibt es im 18. Jahr.

Deutschland stellt im Kendo eine Nationalmannschaft, die im internationalen Vergleich immer erfolgreicher wird. Bei den Europameisterschaften in Helsinki holten die deutschen Damen den Titel. Den Herren blieb immerhin der zweite Platz. Wiebke Röhrbein, zurzeit Trainingsgast in Witten, gewann ebenfalls Silber. Die Kämpfe beginnen am Samstag, 19. April, um 11.30 Uhr. Zuvor erfolgt die Überprüfung der fünfteiligen Rüstung und des Bambusschwerts, das auf Japanisch den Namen „Shinai“ trägt.
Auch hier einige Anmerkungen: Sigrun nimmt teil, daher ist natürlich eine Wittener Teilnehmerin dabei. Hinzu kommt zur Begrüssung noch der 1. stellvertretene Bürgermeister von Witten, welcher auch zwei Ehrenpreise stiftet.

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