Dr. Goto Bericht (29.10.2016); Prüfung am 30.10.2016

Nach zwei Jahren Pause fand am 29.10.2016 wieder das Dr. Gotō Kyū-Turnier 2016 statt, diesmal in Bochum. Ausrichter war die Polizei-Sportvereinigung Bochum e.V. Sparte Kendo und Veranstalter der Nordrhein-Westfälische Kendo Verband e.V..

Witten war mit 12 Personen (plus Zuschauern) zahlreich vertreten und hatte ein sehr erfolgreiches Turnier, sowohl was die Platzierungen, als auch was die Unterstützung vor Ort anging.

Das Turnier war gut besucht, was sich auch in den Startpools (4-er Pools) widerspiegelte. Alle Kämpfer durften also auf den drei Kampfflächen mehrmals ran. Trotz der großen Teilnehmerzahl (fast 130 Personen) ging das Turnier gut in der Zeit zu Ende und die Kämpfer (und Kampfrichter) hatten dank der guten Organisation auch mal Pause. Nur die Tischbesatzung saß in zwei großen Zeitblöcken fest, was aber mit Humor gesehen wurde.

Sigrun und Max waren beide erfolgreich als Kampfrichter im Einsatz.

Yolanda und Maximiliane konnten krankheitsbedingt nicht teilnehmen, haben aber bei der Kampfrichtertischbesatzung mitgemacht.

In der ersten Gruppe (ohne Rüstung) traten für Witten Andreas, Tom und Leopold an. Tom belegte hier den 1. Platz, gefolgt von Leopold auf dem 2. Platz.

In der zweiten Gruppe (bis 14 Jahre, mit Rüstung) traten Hans, Niclas und Eric für Witten an. Hans und Niclas belegten beide den 3. Platz.

Timo, Bernd L. und Bernd V. traten ebenfalls für Witten an, und kamen aus der Pool-Runde raus, konnten aber leider keine Platzierung landen.

 

Am nächsten Tag bei der Prüfung ging die Erfolgssträhne für die Wittener weiter. Tom bestand erfolgreich den 5. Kyu und Leopold den 6. Kyu.

Das Wochenende mit Turnier und Prüfung war ein voller Erfolg und hat viel Spaß gemacht. Gratulation alle Teilnehmern und Gewinnern und auf eine ebenso erfolgreiche Teilnahme nächstes Jahr.

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Aufwärmen vor dem großen Kampf.

 

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Die Siegerehrung.

 

 

Bericht und Fotos: Maximiliane Wagner

Sommer Keiko in Barcelona

Wer Kendoka ist, Barcelona besucht und die Chance hat seine Rüstung mit auf die Reise zu nehmen, der könnte die folgende oder eine ähnliche Erfahrung machen……………..:

Via Email hatte ich Kontakt mit dem CLUB RYOSHINKAI (http://www.ryoshinkai.es/) in Barcelona aufgenommen, um mich zu einem Gasttraining anzumelden. Die Antwort erfolgte in bestem deutsch! Dazu später noch etwas.

Nachdem ich also Trainingsort, Zeit und eine Einladung erhalten hatte, plante ich von vier Abenden in Barcelona einen Kendo-Abend ein.

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Die Avinguda da Roma liegt mitten im Zentrum Barcelonas in der Nähe der Train Station Sants.

Das Training findet im 4.OG der Hs.Nr.159 im Karate-Club Hirota (nach Gründer Sensei Hirota) statt. So ganz sicher ist man sich als Sporthallen Kendoka also nicht wenn man dorthin anfährt:

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Aber der erste Hinweis am Eingang macht dann doch Mut:

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Oben im Vorraum angekommen wurde ich freundlich empfangen und wieder in bestem deutsch angesprochen. Ich lernte zunächst Alonso und Noemi kennen.
Noemi arbeitet in Barcelona unter Anderem auch als Übersetzerin und konnte mit guten Deutschkenntnissen aufwarten.

Nun aber zum Training.
Nach London und Basel kann ich sagen: „Es war anders“ !!! Aber das lag nicht am Kendo.

Der Hauptgrund lag an den herrschenden Temperaturen des Sommers 2016, an den sehr weichen und stumpfen Bodenmatten und der sich einschleichenden Urlaubsmüdigkeit.

Wir starteten also mit Trainer Alonso schon angeschwitzt bei 36 Grad Celsius, keinem Hauch von Wind oder Luft im 4. Obergeschoss eines Hochhauses mit niedriger Deckenhöhe und den genannten Bodenverhältnissen.
Ich möchte schonmal sagen: DAS MUSS MAN MAL ERLEBT HABEN!!

Denn es war toll! (me encanta)
Das Training war sehr diszipliniert und gut aufgebaut. Trotz der Wärme wurde natürlich klassisch aufgewärmt und mir wurde schnell klar, dass ein Training ohne Pause kaum möglich sein würde.( corto rompe un mosto )
Noemi hatte mich aber schon bei der Einladung darauf hingewiesen, dass wegen der spanischen Sommer-Hitze das Training für Trinkpausen zu unterbrechen ist.

Ich brauchte die erste davon schon nach dem Warm-up ;)).

Danach wurde der Etikette entsprechend die Rüstung angelegt. Ohne jede Bewegung liefen Rinnsale an mir herab. Aber Alonso stieg schnell ins Partner- und Techniktraining ein. Meine Partner und Partnerinnen kämpften durchweg ein gerades, sehr sauberes Kendo.

Wie gewohnt erklärte Alonso nach jeder Übung Möglichkeiten der Verbesserung und zählte kleine „Unsauberkeiten“ auf , die ihm aufgefallen waren. Er tat dies sehr höflich, ohne den Einzelnen persönlich anzusprechen.
Es wurde die letzte Übung jeweils wiederholt, um die Verbesserungen auszuprobieren.

Nach dem Techniktraining kam das Kommando zum Ji-Geiko, welches ich mit 2 oder 3 (durch den Trance-Zustand kaum zu erinnern) Kendokas aufnahm.
Während des Trainings legte ich zweimal Men und Kote ab, um zu fotografieren und zu trinken (und ganz klar um zu pausieren).

Ich lag gegen 24.00 Uhr im Hotelzimmer, war ziemlich „durch“ (span. roto) und hatte dennoch ein lächeln im Gesicht.
Es war ein außergewöhnlicher und unvergesslicher Kendoabend mitten in der Millionen- Metropole Barcelona und ich möchte mich ganz herzlich dafür bei den Ryoshinkai Kendokas bedanken.

Nach dem Training saßen wir in gemütlicher Runde draußen in einer Bar und konnten noch über Kendo in Deutschland und Spanien sprechen, so dass wir wieder einmal mehr feststellten, wie nahe alles bei einander liegt.

Auch für diese nette Runde danke an Alonso
Misako
Noemi

Arsenia
Albert
Kenzo
und natürlich an Maria-José , die mich mit dem Auto zum Training abgeholt und unversehrt wieder am Hotel abgesetzt hat.

Vielen,vielen Dank! Domo Arigato! Muchas, muchas gracias! Tomás

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Zu Gast beim Schweizer Kendo Club „Tshiku Sei Kan“ in Basel

Chiho-Geiko“ 2016

Während die erste Osterferienwoche am Drei-Länder-Eck eher kühl verlief, wurde es beim Kendo-Training in Basel mit den Tshiku Sei Kan Kendoka richtig warm.

Vor den Osterferien nahm ich Kontakt mit dem Club auf: http://tsk-basel.ch

Ich erhielt sehr schnell eine Antwort und wurde herzlich zum Training am 23.03.2016 um 20.00 Uhr in das Dojo an der St. Jakobs-Straße eingeladen.

Mein „Navi“ rechnete 21min. Fahrzeit. Da ich aber den Grenzübergang und den Abendverkehr bedachte, machte ich mich um 18.15 Uhr auf den Weg in die Schweiz. Kurz geschildert: Ich war dann tatsächlich erst um 19.21 Uhr vor der Halle und konnte noch in Ruhe einen Parkplatz suchen (in Basel nicht so einfach). Die Fahrt ging durch gefühlte 20 Kreisverkehre, Baustellen und Umleitungen. Der Abendverkehr in der City hatte es in sich. Vor der Halle wartend kamen dann die unschwer zu erkennenden Kendokas und auch meine Email-Kontaktperson „Sabine“ begrüßte mich.

Das Dojo ist mit einem superweichen Schwingboden ausgestattet, den man beim Eintritt sofort wahrnimmt. Man glaubt fast, dass er beim Gehen etwas „einsinkt“. Zu Beginn etwas stumpf , aber sehr angenehm beim Fumikomi-Ashi. An diesem Abend leitete das Training Arthur Micard (3.Dan). Er lebt in Basel und hat französische Wurzeln. In Basel wird natürlich „schwiizerdütsch“ und französisch gesprochen, aber da ich als anwesender Gast sehr bevorzugt behandelt wurde (auch später beim Ji-Geiko;)), leitete Arthur das Training auf deutsch. Auch dafür schon mal herzlichen Dank!

Glücklicherweise ist die internationale Verständigung im Kendo-Training ursprünglich leicht: japanisch!

Es ging mit einem Kiai Lauf los, nachdem alle Shinais in der Hallenmitte im Kreis abgelegt waren. Danach wurde traditionell das Aufwärmprogramm mit Sprüngen, Dehnungen, Hüft-, Torso- und Schulterübungen durchgeführt. Weiter ging es mit Suburis jeglicher Art (10, 20, 30, 40,….) und führte abschließend zu folgendem Ergebnis:

Ich war warm!

Jetzt wurde die Rüstung angelegt und wie gewohnt Partnerweise gegenüber Aufstellung genommen. Arthur machte jede Anforderung mit einem Partner vor. Von großen über kleine Men-Schläge ging es sehr gut aufbauend zu Kombinationsschlägen zu den Techniken Debana, Hikibana, Renzoku (Nidan und Sandan). In der letzten Stufe vor dem Ji-Geiko waren Kontertechniken des Angegriffenen gefragt ( Nuki, Kaeschi, Suriage). Arthur steigerte während des Trainings den Spannungsboden immer höher und das hatte folgendes Ergebnis:

Ich war noch wärmer!

Das ich nicht alleine in diesem Zustand war, wurde dann beim Ji-Geiko merkbar deutlich: Es ging richtig zur Sache…….;) siehe BILDER ) Es machte sehr viel Spaß mit so vielen wie möglich zu kämpfen. Auch Arthur hatte zwischenzeitlich seine Rüstung angelegt und bot ein sehr dynamisches, schnelles Kendo mit guter Spannung. Alle anderen aber auch! Zum Abschluss lag nach dem letzten Ji-Geiko noch einmal Kiri-Kaeschi an und wir konnten dann mit folgendem Ergebnis abgrüßen:

Ich war heiß! (siehe Gruppenfoto;))

Brauchte danach dringend Abkühlung unter der wohlverdienten Dusche“ ;))

Nach dem Training trafen sich noch einige der Gruppe in einer kleinen Bar gegenüber der Halle. Dabei waren noch Sabine, Arthur, Roberto, Mathieu, Alexey und Daniel.

Ich möchte mich bei allen Basel-Tshiku-Sei-Kan Kendokas bedanken für

  • die herzliche Aufnahme
  • ein tolles Training
  • sehr gute Techniken
  • für ein sehr gutes Ji-Geiko
  • für sehr viel Spaß
  • für einen schönen Kendo-Abend als Gast

Wer also mal in der Nähe von Basel ist und die Zeit hat ein Abendtraining einzuschieben, dem möchte ich den Verein im wahrsten Sinne des Wortes „wärmstens empfehlen“ !

 

         

Bericht und Fotos: Tomás