Was ist Kendo

Kendo (Ken= Schwert, Do=Weg) ist der Originalbegriff für die traditionelle japanische Fechtkunst und bedeutet für uns ohne Zweifel einen Sport – einen Kampfsport mit jahrhundertealten Wurzeln und zugleich eine moderne Herausforderung an die heute Übenden. Dabei lehrt Kendo uns, Körper, Geist und Situation in Einklang zu bringen, und führt so über rein sportliche Zielsetzungen hinaus.
Heutiges Kendo ist ein Sport, in dem ein hohes Leistungsniveau möglich ist und gefördert wird. Es ist nicht nur auf eine Altersgruppe beschränkt und eignet sich gleichermaßen für Männer wie für Frauen. Es geht dabei um eine stetige, ganzheitliche Entwicklung, die zwar ein gewisses Maß an Kraft, Ausdauer, Geduld und Entschlossenheit verlangt, dafür aber in vielseitiger Weise Gesundheit und Wohlbefinden anregt. Timing, Reaktionsvermögen, Körperbeherrschung und Wahrnehmung werden besonders gefördert.
Außerdem macht es verdammten Spaß und es ist immer wieder nett zu erleben, daß man aus dem Training mit einem guten Gefühl kommt, selbst wenn man vorher eigentlich keine große Lust hatte.

Kendo wird mit einer Schwertattrappe aus Bambus, dem Shinai, ausgeführt. Der Kendoka trägt eine Rüstung, die aus Kopfschutz (Men), Bauchpanzer (Do), Handschutz (Kote) und einem Tiefschutz (Tare) besteht.
Während des Trainings werden Kata (Übungen mit dem Holzschwert Bokuto), Fußarbeit, Grundtechniken und auch der Freikampf (Jigeiko) trainiert. Der Herr oben rechts zeigt Men-Suburi (für die Animation Dank an einen kanadischen Kendo-Club), eine Grundtechnik-Übung, die allein ausgeführt wird.
Der Anfänger trainiert zunächst in ganz normaler Sportkleidung, später kommt dann irgendwann die Anschaffung von Hakama und Gi, der traditionellen japanischen Kleidung. Eine Rüstung ist ebenfalls erst später notwendig. Was man sich als erstes, nach ein paar Trainingseinheiten besorgen sollte ist ein Shinai. Fragt einfach Eure Mit-Kendokas, oft gibt es Tipps zum Kauf oder es wird demnächst mal wieder bestellt.

– Tipps zur Knotenkunde am Shinai findet Ihr hier.

– Hier gibt es eine Kurzeinführung in die japanischen Zahlwörter und ihre Aussprache.

– Seit einiger Zeit stehen auch die neue „Kihon-Kata“ auf dem Programm, welche von der Alljapanischen Kendo-Föderation erarbeitet wurden und mittlerweile Prüfungsbestandteil der Kyu-Prüfungen sind. Deren offizielle Bezeichnung ist: Bokuto ni yoru Kendo Kihon-waza Keiko-ho, was soviel heißt wie: Übungsmethode der Grundtechniken des Kendo mit dem Bokuto. Sie besteht aus neun Formen, wobei die beiden Ausübenden als Motodachi und Kakarite bezeichnet werden. Sigrun hat uns hier eine Beschreibung der Übung zu Verfügung gestellt.

Wir freuen uns immer über Interessierte und andere Neugierige und hoffen, daß viele den Weg zu uns finden. Kommt einfach mal vorbei!
Wer schon da war und Mitglied werden möchte findet hier den Aufnahmeantrag.

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