WAZ-online-Bericht zur Nordrhein-westfälischen Mannschaftmeisterschaft 2006

WAZ-online (www.waz.de) vom 09.05.2006:

Ruhrtals Kendoka scheiden früh aus

In der Husemannhalle haben Schwertkämpfer aus Nordrhein-Westfalen ihren Mannschaftsmeister ermittelt. Für das junge Team von Titelverteidigerin DJK TuS Ruhrtal ist bereits nach der Vorrunde Schluss

KENDO NRW-MANNSCHAFTSMEISTERSCHAFT Witten.
Rund 100 Kendo-Kämpfer fanden sich am Sonntag in der Husemannhalle bei der Nordrhein-Westfälischen Mannschaftsmeisterschaft zusammen. Titelverteidiger DJK TuS Ruhrtal ging diesmal leer aus.

Angespannt und in dicker Rüstung mit vergittertem Helm stehen sich die Kendoka mit ihren Bambusschwertern gegenüber. Dann folgt blitzschnell ein Schlag, verbunden mit einem Kampfschrei – und hoffentlich einem Treffer. Die Einstellung der Kämpfer: Wer verteidigt, verpasst die Gelegenheit zum Angriff. Um Verletzungen aus dem Weg zu gehen, ist die Rüstung (Bogu) besonders dick an den vier Trefferflächen an Kopf, Handgelenk, Bauch und Kehlkopf. „Bei uns gibt es nicht mehr Verletzungen als in anderen Sportarten auch“, sagt Max Rieger, Mannschaftskapitän des Ruhrtaler Kendo-Teams. Die Rüstung besteht aus Titan, Kohlefaser und dick gewebter Baumwolle – mehr als einen blauen Fleck kriegt man da nicht ab.

Für das Wittener Team mit Peer Decker, Andreas Schade, Gregor Lorenz, Benjamin Ollbrink, Max Rieger und Anna Ernst ging es am Sonntag um die Titelverteidigung, diese gelang ihnen jedoch nicht. „Wir haben eine stark verjüngte Mannschaft. Einige bestreiten hier ihren ersten Wettkampf in Rüstung“, so Max Rieger. Der 40-Jährige betreibt bereits seit 1998 Kendo als Wettkampfsport.

Für den 17-jährigen Benjamin Ollbrink war die Mannschaftsmeisterschaft der erste Kampf in Rüstung – ebenso wie für Anna Ernst. Beim Kendo gibt es keine Geschlechtertrennung. Da es auch keine Altersbeschränkung gibt, variierte der jeweilige Trainingsstand der Kämpfer teilweise deutlich. Es komme nicht auf Körpergröße oder Gewicht an, entscheidend sei der Kampfgeist, eine Portion Mut und das nötige Geschick, so Rieger. Nach nur zwei sauber gesetzten Treffern ist ein Kampf nämlich beendet.

Ruhrtals Trainerin Sigrun Caspary hatte dies genau zu beobachten. Die Abteilungsleiterin der Ruhrtaler fungierte bei der NRW-Meisterschaft als Schiedsrichterin und hatte immer ein waches Auge auf die Duelle – ein Schlag erfolgt manchmal nämlich so schnell, dass er für das bloße Auge kaum sichtbar ist.

In der Vorrunde kämpften die Kendoka aus Witten gegen Mannschaften aus Münster und Köln. Pro Begegnung standen fünf Kämpfe auf dem Programm, über einen einzigen Sieg durch Max Rieger und vier Remis kamen die Wittener nicht hinaus. Das Turnier endete für sie so vor dem Viertelfinale. Von Enttäuschung trotzdem keine Spur: „Hoffentlich haben wir in den nächsten Jahren wieder ein paar Wörtchen mitzureden“, so Ruhrtal-Kapitän Rieger.

Der Titel ging in diesem Jahr nach Köln, Zweiter wurde die erste Mannschaft aus Münster und die dritten Plätze gingen an Bottrop und Düsseldorf.

09.05.2006   Von Iris Woitschell
(Quelle: http://www.waz.de)

Ein paar Fehler sind dabei, wie Ihr hoffentlich bemerken werdet (aus urheberrechtlichen Gründen korrigiere ich es nicht oben): der einzige Sieg gebührt natürlich Peer und nicht Max! Und leider waren es auch nicht 4 Remis in der ersten Kampfrunde sondern bei unseren 10 Kämpfen insgesamt (siehe unser Bericht).
Aber trotzdem: wir sind nicht mit Mann und Maus untergegangen, es war ein guter Wettkampf! Bis zum nächsten Jahr mit hoffentlich zwei Mannschaften!

Ein Papier-Bericht mit Foto folgt hoffentlich auch bald!