Januar 2012: Bundestrainer in Witten und NRW

 Im Januar konnten wir in NRW im Allgemeinen und in Witten im Besonderen den Bundestrainer 2012, Kenji Baba, begrüßen. Baba-Sensei reiste Ende 2011 quasi direkt zum Kangeiko 2011 an und logierte dann die ersten drei Januar-Wochen 2012 in Nordrhein-Westfalen, genauer gesagt bei Sigrun in Witten. Diese nahm sich viel Zeit für den Bundestrainer (Hin- und Herfahren, Besichtigungs-Termine, u.a. bei der Polizei in Witten, und natürlich Übersetzen) und hiermit sagen wir noch einmal „Danke“ für die viele Mühe!

2012_01_09_bt-training_do_02Baba-Sensei, 7. Dan Kendo Kyoshi von der Okayama Polizei (siehe Bild 1), leitete dann in verschiedenen Dojos das Vereinstraining unter der Woche und am Wochenende (u.a. Dortmund, Köln, Mönchengladbach, Recklinghausen, Witten und Wuppertal) und führte insgesamt zwei Lehrgänge an Wochenenden durch. Der erste Lehrgang fand am 07.01.2012 in Eschweiler, der zweite Lehrgang dann am Wochenende 14./15.01.2012 in Wuppertal statt.

Das erste Mal, wo ich Baba-Sensei vor dem Shinai hatte war dann auch beim Training am 09.01. in Dortmund. Dort konnte ich dann schon seine Vorgehensweise beim Training kennenlernen, die sich eigentlich bei jedem Training, und auch beim Lehrgang in Wuppertal, fortsetzte. Zunächst gab es Grundschläge (Men, Kote, Kote-Men, Kote-Do), in groß und klein, die er dann zu Uchikomi zusammensetzte. Anschließend kamen später noch Hiki-Techniken dazu, welche auch in das Uchikomi integriert wurden (Hiki-Men, Hiki-Do und Hiki-Kote). Das ergab dann so spannende Sachen wie Men-Taiatari-Hiki-Men-Kote-Do als Abschluß.

 

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Bild 2: Training in Dortmund am 09.01.2012

Anschließend ließ der Sensei in der Regel Mawari-Geiko durchführen, gefolgt von Ji-Geiko, zu dem er dann auch das Men aufsetzte. Nachdem man sich dann die Schlange, die sich zwangsläufig bei ihm bildete, entlang gearbeitet hatte, folgte ein sehr schönes Keiko, bei dem er in der Regel sehr genau auf den jeweiligen Stand des „Opfers“ einging. Ich zumindest hatte nicht das Gefühl, dass er einen nur schlagen liess.

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Bilder 3 – 6: Bilder vom Training in Witten am 12.01.2012

Beim Lehrgang in Wuppertal, den ich leider nur am Sonntag besuchen konnte, kam dann noch eine gute Stunde Kata dazu, in der wir alle Langschwert-Formen vertiefen konnten.

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Bild 7: Teilnehmer beim Lehrgnag in Wuppertal am 15.01.2012

 

Der einzige Wehrmutstropfen, welcher meiner Meinung insgesamt zu vermerken war, ist die doch recht geringe Teilnahmebereitschaft bei den Trainings allgemein gewesen. Zumindest bei den Gelegenheiten, wob ich dabei sein konnte, herrschte nicht der Andrang, den ich von früheren Bundestrainer-Besuchen her kannte. Dies gilt für die Gelegenheiten unter der Woche (okok, wir müssen alle arbeiten) wie auch für den Lehrgang in Wuppertal. Angeblich waren am Samstag nur 8 (!) Teilnehmer zu verzeichnen (wobei ich mich für den Tag bei den Abwesenden ja auch einreihen muss) Am Sonntag waren dann immerhin so geschätzt 15 Kendoka anwesend. Das ist schade, da sich zum einen ja doch recht selten eine Gelegenheit ergibt, mit einem Bundestrainer und damit mit einem sehr guten Sensei zu trainieren und zum anderen auch mal wieder die Kendoka der anderen Dojos vor dem Shinai zu haben. Nun ja, so hatten die einzelnen anwesenden Kendoka immerhin mehr vom Sensei.

Nachfolgend noch ein paar Bilder vom Training in Witten. Zu sehen ist vor allem Ji-Geiko, Yolanda gegen Baba-Sensei. Weiterhin findet sich hier ein WAZ-Bericht zum Training in Witten am 09.01.2012.

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Bild 8 – 12: Bilder vom Training in Witten am 19.01.2012

Insgesamt hat es sehr viel Spaß gemacht und wir danken dem Bundestrainer und allen teilnehmenden Kendoka!

Viele Grüße und Spaß mit den Bildern,

Max